REPERTOIRE

Das schönste Geschenk, das mir meine Eltern machten, war, mir schon mit 7 Jahren die Möglichkeit zu geben, das Klavierspiel zu lernen.
Ich begegnete Bach, Mozart, Haydn, Beethoven, Schumann, ja sogar Bartok und Hindemith schon in einem frühen Lebensalter.
Mein damaliger Klavierlehrer Horst Weiß ebnete mir den Weg zur Musik, lehrte mich Technik und Agogik, schickte mich immer wieder zu “Jugend Musiziert” , von wo ich stolz mit Preisen zurück kam, und bereitete mich später auch sorgsam für die Aufnahmeprüfungen an den Musikhochschulen vor.
Mit 11 Jahren begann ich, Querflöte zu lernen, auch das lief mir leicht von der Hand. Kammermusik und Blasorchester lehrten mich das gemeinsame Musizieren mit anderen- ein wichtiger Aspekt für alles, was sich später ereignete.
In der Schule entdeckte man meine Stimme. Ich durfte viele Schulkonzerte mitgestalten und machte dort auch die ersten Begegnungen mit den “Brettern, die die Welt bedeuten”.
Der eigentliche “Kick”  - der Ruf zum Singen, kam mit dem Eintritt in den Kirchenchor im Alter von 16 Jahren. Ich liebte die geistliche Musik und es dauerte nicht lange, bis der Chorleiter Siegfried Burger mir das Sopransolo in Schuberts G-Dur-Messe anbot: ich war im siebten Himmel und erinnere mich noch genau daran, daß meine Eltern nicht fassen konnten, daß das, was sie da hörten, die Stimme ihrer Tochter war!
Mein Gesang war und ist immer geprägt vom Geiste Mozarts. Ich liebe seine Musik und Ausdruckskraft, die sich trotz der klassischen Form einer jeden Seele mitteilen kann. Meines Erachtens ist er ein Experte darin, selbst die kleinsten Feinheiten zwischenmenschlicher Beziehungen dem Zuhörer in seiner einzigartigen musikalischen Schreibweise nahezubringen.
Seine Musik ist für mich immer wieder ein Korrektiv: wenn ich meine Stimme nach einer Lulu, Medea oder auch Traviata wieder zum kleinsten Kern zurückführen möchte, dann singe ich Mozart!