Crossover

Im meinem Abiturjahr 1987 stieg ich als Sängerin und Keyboarderin in die Pop-Band SQUARE ein. Wir coverten die damaligen Hits von Whitney Houston bis Pink Floyd. Die Nächte waren lang, die Tage kurz, es war ein Riesenspaß und ebenso eine finanzielle Hilfe für mein Musikstudium.
Ich lernte Matthias Baunhof kennen, den Keyboarder der Band „Boys and Girl“. Wir kreierten eine Show von „Fledermaus“ bis „Phantom der Oper“, tourten unter dem Namen „Lisa und Sasse“ durch die Lande und gestalteten das musikalische Abendprogramm von Vereinsjubiläen und anderen Events. Ich nannte das damals „eine Reise durch die Epochen des Gesangs“ und erschien in großer Robe für Operette, auf Rollschuhen zu „Starlight Express“, steppte zu „I got Rhythm“ und kroch im Katzenkostüm auf dem Boden und sang „Memories“.
Später, bereits engagiert an der Düsseldorfer Oper, hörte ich in der Pause einer Opernprobe Jazzklänge auf der Bühne. Ich fand unseren Korrepetitor Dirk Wedmann am Flügel grooven und war wieder einmal inspiriert, etwas neues fernab der Oper zu versuchen. Dirk brachte mir das Jazzen bei - so gut das eben ging: ein Kritiker meinte später dazu: ein bißchen „schubiduh“ macht noch keine Ella Fitzgerald....da hat er sicher Recht!
Das hielt mich aber trotzdem nicht davon ab, einen Crossover-Abend zu erfinden, der die Klassik in Verbindung zum Jazz zeigt.